Erstmals seit 10 Jahren kein Bevölkerungsanstieg in Deutschland

Bevölkerungsanstieg
Das erste Mal seit zehn Jahren gab es hierzulande keinen Zuwachs bei den Einwohnern. Dagegen stieg der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung weiter an. Damit hat sich auch das Durchschnittsalter weiter erhöht. Eine Entwicklung die auch die gesetzliche Rente betrifft.

Letztes Jahr ist die Einwohnerzahl von knapp 83,167 auf 83,155 Millionen Personen gesunken. Während die Zahl der Einwohner, die noch nicht im Rentenalter sind, leicht zurückgegangen ist, ist die Gruppe der Senioren gewachsen. Bei den ab 80-Jährigen stieg die Personenzahl sogar um 4,5 Prozent an. Damit ist auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung gestiegen. Es gibt nach Ansicht der Experten des Statistischen Bundesamtes drei Hauptursachen für diese Entwicklung, die letztendlich auch das Finanzierungsproblem der gesetzlichen Altersrente weiter verschärft.

Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lebten Ende 2020 hierzulande 83,155 Millionen Menschen. Ende 2019 hatte Deutschland noch 83,167 Millionen Einwohner. Zum ersten Mal seit 2011 gab es damit im Laufe eines Kalenderjahres keinen Bevölkerungsanstieg.

Wanderungszugewinn kleiner und Geburtendefizit höher

Als Grund dafür sehen die Experten der Destatis stark gesunkene Wanderungszugewinne und die Erhöhung des sogenannten Geburtendefizits in Deutschland.

Im Detail sind laut vorläufigen Daten der Destatis 2019 rund 294.000 Menschen mehr nach Deutschland zugezogen als ausgewandert. 2020 ist dieser Wanderungszugewinn auf 209.000 Personen zurückgegangen.

Letztes Jahr sind zudem rund 986.000 Einwohner gestorben, es wurden jedoch nur etwa 773.000 Babys neu geboren. Es sind also in 2020 213.000 Personen mehr Menschen gestorben als geboren wurden. Dieses sogenannte Geburtendefizit lag in 2019 noch bei rund 161.400 Menschen. Zum einen gab es in 2019 im Vergleich zu 2020 noch etwa 5.100 mehr Neugeborene, zum anderen starben 2019 etwa 46.500 Einwohner weniger als 2020.

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt weiter

Der demografische Wandel hat sich auch in 2020 fortgesetzt: Immer mehr Einwohner sind im Rentenalter, die Anzahl der Kinder und der Erwachsenen bis 65 Jahren ist dagegen leicht rückläufig.

Insbesondere ist die Anzahl der über 80-Jährigen letztes Jahr um 255.000 Personen auf 5,9 Millionen Hochbetagte gestiegen. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 4,5 Prozent. Bei den 60- bis 79-Jährigen ist 2020 die Anzahl um 0,5 Prozent oder 96.000 Personen auf 18,2 Millionen Einwohner gestiegen.

Einen Rückgang gab es dagegen im genannten Vergleichszeitraum bei den 20- bis 59-Jährigen, nämlich um 0,4 Prozent oder 367.000 Personen auf rund 43,7 Millionen Einwohner. Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen im Alter unter 20 Jahren ist mit 15,3 Millionen Personen in etwa gleich geblieben. Laut Destatis hat sich das Durchschnittsalter der Bevölkerung wie im Vorjahr um 0,1 Jahre auf 44,6 Jahre erhöht.

Der demografische Wandel und die gesetzliche Rente

Durch den demografischen Wandel kann das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Rentnern in eine Schieflage kommen. Denn es wird voraussichtlich immer weniger Erwerbstätige, dafür aber immer mehr Rentner geben. Da die gesetzliche Rente in erster Linie auf einem Generationsvertrag beruht, das heißt, die Erwerbstätigen zahlen für die Rente der Rentenbezieher, kann die demografische Entwicklung zu einem ernsthaften finanziellen Problem für die gesetzliche Rentenversicherung werden.

Auch die Bundesregierung geht davon aus, dass das Nettorentenniveau, das bereits jetzt bei nur rund 48 Prozent des Nettoeinkommens vor Steuern liegt, noch weiter absinkt, sofern man nicht gegensteuert. Schon jetzt gibt es von den Parteien unterschiedliche Pläne dazu, wie sich die gesetzlichen Renten trotz der aktuellen Entwicklung absichern lassen.

Doch auch das jetzige Nettorentenniveau reicht in der Regel nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard halten zu können. Deshalb ist für den Einzelnen eine frühzeitige zusätzliche Altersvorsorge besonders wichtig. Sichere Lösungen bietet diesbezüglich die Versicherungswirtschaft.

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Marcus Chantraine

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